Willkommen bei kultürlich

Hervorgehoben

Wir begrüßen ganz herzlich eine neue Autorin in unseren Reihen: Maren wird uns in Zukunft mit ihren Artikeln erfreuen. Ihr Debüt feierte sie bereits am 4. September mit einem interessanten Bericht über die Hauptstadt Englands. Wir freuen uns auf weitere lesenswerte Beiträge von Maren! Herzlich Willkommen 🙂

Schön, dass du deinen Weg zu uns gefunden hast. Wir wünschen dir viel Spaß beim Stöbern 🙂

Ferdinand von Schirach: „Terror”

Buchtipp

buchNachdem ich bereits „Die Würde ist antastbar”, „Schuld“ und „Der Fall Collini“ begeistert gelesen hatte, wartete ich ungeduldig auf „den neuen Schirach“. Ferdinand von Schirach erzählt in klarer, präziser und intelligenter Sprache von fesselnden Gerichtsfällen. Jedes Wort sitzt, jeder Satz tiefgründig und fehlerfrei durchdacht. Leise und dennoch gewaltig. Geradezu mühelos scheint von Schirach die richtigen Worte zu finden. Kein Detail ist überflüssig, kein Sinn verfehlt. Der Berliner Strafverteidiger eröffnet den Lesern die Welt der Gerichtssäle: spannend, interessant und verständlich. Oft geht es um Verrat, Folter oder Mord und es sind die Protagonisten, die nicht stumpfe sondern markante Persönlichkeiten aufzeigen und den Geschichten dieses besondere Etwas verleihen. Mit „Terror“ traut sich von Schirach an ein Bühnenstück – mit Erfolg. Weiterlesen

Helgoland – kleine Insel mit seltenen Schätzen

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Eigenes Foto

Die Nordseeinsel Helgoland liegt in der Deutschen Bucht und misst gerade einmal 4,2 Quadratkilometer. Sie beheimatet etwa 1500 Einwohner und ist für Touristen ein beliebtes Ausflugsziel, weil sie trotz ihrer geringen Größe Seltenes zu bieten hat. Allerdings gibt es nur einen Weg dorthin: über das Meer. Da kann man nur hoffen, dass die Seekrankheit ausbleibt. Die Fahrt ist mit 40 bis 70 Euro pro Person zwar nicht ganz günstig, doch wer sonst nicht mit dem Schiff fährt, wird seinen Spaß daran haben. An wärmeren Tagen kann man den rauen Wind an Deck gut ertragen, denn dort ist die Überfahrt spannender als in den schummrigen Innenräumen des Schiffes. Weiterlesen

Danach

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Promenade des Anglais in Nizza

Zwei Monate ist es nun her, seit in Nizza 86 Menschen getötet und hunderte weitere bei einem grausamen und feigen Terrorakt verletzt wurden. Zwei Monate, in denen eine Nation und mit ihnen die ganze Welt trauerte. Zwei Monate, die gezeichnet waren von dieser Tat und in denen dennoch langsam der Alltag in die Touristenstadt zurückkehrte.

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„Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück“

Filmkritik

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Gold Bar, Washington (Drehort)

Der ein oder andere wird bei dem Titel an einen Superhelden denken, der mit unmenschlichen Kräften auftrumpft und die Menschheit mit wehendem Umhang vor dem Bösen beschützt. Zugegeben: Schauspieler Viggo Mortensen verkörpert in seiner Rolle als Vater Ben auch in gewisser Weise einen Superhelden. Er lebt mit seinen sechs Kindern und seiner Frau mitten im Wald, führt sein eigenes Leben mit eigenen Regeln, Normen und Werten. Eine Aussteigerfamilie, die sich nicht vom Staat unterkriegen lassen will und Kapitalismus und Faschismus ablehnt. Weiterlesen

Sin Nombre

Filmtipp

Quelle: wikimedia

Quelle: wikimedia

Wörtlich übersetzt bedeutet der Titel einer meiner Lieblingsfilme „Ohne Namen“. Klingt zugegebenermaßen erst einmal nicht sonderlich interessant. Der Untertitel Mit Gottes Hilfe oder an der Seite des Teufels verspricht jedoch schon deutlich mehr Spannung. Aber dieser Film ist nicht nur äußerst spannend, sondern berührt zugleich. 2009 veröffentlicht, wurde der Film vor allem in Deutschland nicht sonderlich berühmt. Die Beschreibung auf der Hülle der Blu-ray trifft es meiner Meinung nach sehr gut: „Ein packender Thriller, ein Gangster-Movie und zugleich eine berührende Lovestory“. Genau das macht diesen Film für mich aus. Doch nun zur Handlung: Weiterlesen

London calling

„When a man is tired of London, he is tired of life“ -dies sagte einst Samuel Johnson und ich kann es zu 100 % nachempfinden. Diesen Sommer war ich zum zehnten Mal in der Metropole an der Themse: London. Angefangen hat meine Begeisterung für diese Stadt mit einer Kursfahrt meines Leistungskurses Englisch im Jahr 2008. In den darauffolgenden Jahren habe ich es mit meiner Schwester zur Tradition gemacht, einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende zu

Bridge

Westminster Bridge in der Dämmerung

besuchen. Höhepunkt war mein achtwöchiges Praktikum am Rande der Stadt bei einer Marketingagentur. Jetzt könnte man meinen, dass ich nach so vielen Jahren schon jede Ecke der Stadt in und auswendig kenne. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil. Die Stadt hat für jeden Geschmack etwas zu bieten und verändert sich so schnell, dass es ständig etwas neues zu erleben und entdecken gibt. Ich habe hier meine drei Höhepunkte der Stadt aufgezeigt mit kleinen Geheimtipp, auch wenn es mir sehr schwer fiel, mich auf drei zu konzentrieren. Weiterlesen

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Downton Abbey – Leben zwischen Verstand und Gefühl, Krieg und Frieden

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Highclere Castle – Drehort von Downton Abbey

Downton Abbey – ein ehrwürdiges Anwesen in der Idylle der englischen Landschaft. Seine Bewohner – mehr oder weniger ehrwürdige Menschen – getrennt in zwei Teile: oben und unten, Herrschaft und Dienerschaft. In diese längst vergessene Welt von strenger Etikette und festgefahrener Tradition nimmt uns die preisgekrönte Serie Downton Abbey mit und gewährt uns Eintritt in die langsam aber sicher bröckelnde Gesellschaft des Empires im frühen 20. Jahrhundert.

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Hier wird gejodelt

„Hab die neue WG von meinem Freund gefragt, ob dort jemand jodelt. Antwort: ‚Eher nicht, aber gesungen wird hier häufiger.’“mobile-698624_1280

Ein Laie wird dieses Zitat für eine seltsame Frage und eine logische Antwort halten. Der Profi weiß: Hier ist nicht die Rede vom alpinen Kulturgesang, sondern von einer App mit absolutem Suchtpotential. Weiterlesen

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Wie man die Kids der 90er nach draußen bekommt

Die Spielzeugindustrie und Eltern aller Nationen wollen es seit Jahren schaffen, dass ihre Kinder sich von den Fernsehgeräten los reißen, die Spielekonsolen mal aus den Augen lassen und sich mehr in der realen Welt bewegen. Im Idealfall draußen mit Freunden. Doch vielen Kindern scheint genau dpokemon-1513925_960_720as schwer zu fallen. Sich in der freien Natur zu beschäftigen, Baumhäuser zu bauen und mit dem Fahrrad durchs Dorf zu fahren. Ich als Dorfkind kann da nur traurig den Kopf schütteln. Als Kind der 90er gab es für mich auch andere Beschäftigungen als Fernsehen oder Computer. Und ein Hype ging auch an mir nicht spurlos vorbei: Pokémon. Wie verrückt haben meine Freunde und ich die Karten gesammelt und getauscht. Das ging natürlich auch draußen. Später ging der Hype zunehmend in die virtuelle Welt über: Gameboyspiele, Fernsehserien, Computerspiele… Die Kinder verzogen sich wieder nach drinnen vor die Konsolen. Weiterlesen

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Slowenien ist nicht die Slowakei, auch nicht Slawonien. Und Jugoslawien – das war einmal.

Quelle: wikimedia

Quelle: wikimedia

Dieses Sprichwort beherrschen viele Slowenen mittlerweile in mehreren Sprachen. Vielen ist Slowenien häufig nur als Transitland auf dem Weg nach Kroatien oder an die Adria bekannt. Zugegebenermaßen hatte ich mich im Vorfeld relativ wenig mit meinem diesjährigen Reiseziel für den Sommer beschäftigt; somit war mein Wissen über Slowenien sehr begrenzt und es war eher Zufall, dass ich dieses Jahr dorthin reiste: Als ehrenamtlicher Gruppenleiter bin ich schon länger in Sommerfreizeiten aktiv und konnte bereits aufregende Ziele wie Schottland, Katalonien oder Südtirol erkunden. Dieses Jahr also Slowenien. Vor allem die Ausstattung des Selbstversorgerhauses lockte uns in das vielen noch unbekannte Land. Nach knapp 1100 km Anreise mit dem PKW waren wir am Ziel. Die Landschaft rund um die Region Ljutomer in der Untersteiermark Ostsloweniens erinnerte mich direkt an meine Heimat, das Münsterland, mit vielen weiten Feldern und weichen Hügeln. Was haben dieses Land und diese Region nun also zu bieten? Weiterlesen

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