Reisebericht Jordanien

Jordanien steht nicht bei jedem Reisebegeisterten auf der Liste, geschweige denn an oberster Stelle. Im Dezember habe ich mit meiner Familie eine Rundreise durch das arabische Land gemacht und einige Höhepunkte erlebt. Unsere neuntägige Rundreise begann in der Hauptstadt Amman, wo sich auch der größte Flughafen des Landes befindet. Fast die Hälfte der Einwohner Jordaniens, nämlich 4 Millionen, leben in Amman. Eine gute Übersicht über die gigantischen Ausmaße der Stadt und idealer Beginn der Rundreise ist die Zitadelle. Auf einem Hügel wird durch Bauten verschiedenster Völkergruppen die lange Geschichte der Stadt gut dargestellt, es empfiehlt sich hier einen (lizensierten!) Führer zu nehmen, der besser und korrekter erklärt als die spärlich aufgestellten Tafeln. Von hier aus hat man einen guten Blick auf die Stadt und das römische Theater, das zu seinen Hochzeiten bis zu 7000 Menschen fassen konnte. Weiterlesen

Was soll das Theater?

Vor einigen Wochen durfte ich einen Workshop in einem Theater geben. Dort gab es eine kleine Gruppe von Jugendlichen, die sich über ein spezifisches Thema informieren wollten und deswegen externe Projektmitarbeiter_innen eingeladen hatten. Die Jugendlichen gehörten zu einer Theatergruppe, die sich einmal pro Woche nach der Schule für mindestens vier Stunden trifft und jeweils innerhalb eines halben Jahres ein Stück erarbeitet, das am Ende im Stadttheater aufgeführt wird. Die Jugendlichen waren etwa zwischen 13 und 19 Jahre alt.

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Digitale Geschenke

Die Welt wird immer digitaler. Manche Dinge sind unausweichlich, andere hingegen lassen sich noch ganz gut umgehen. Die Frage ist immer, was will ich mitmachen und wo wehre ich mich gegen? Was finde ich gut und hilfreich, was andererseits vielleicht einfach übertrieben und unnötig? Weiterlesen

Die deutschen Wurzeln der englischen Sprache

Wenn Kinder aus Norddeutschland Englisch lernen, sind sie klar im Vorteil: Mit Plattdeutsch beherrschen sie eine Sprache, aus der sich das heutige Englisch vor über 1.500 Jahren entwickelte. Im fünften Jahrhundert n. Chr. wanderten die germanischen Stämme der Angeln, Sachsen und Jüten aus dem heutigen Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem südlichen Dänemark nach Großbritannien aus. Weiterlesen

Street-Art in Dortmund

Was hat Murales in einer Industriestadt wie Dortmund in Deutschland zu suchen?

Genau diese Frage stellte ich mir, als ich – dank eines zweiwöchigen Praktikums beim Verein Deutsche Sprache e. V. –  im Juli dieses Jahres zu meiner Überraschung eine junge, dynamische Stadt entdeckte, die durch die vielen Graffitis an den Wänden, vor allem im Stadtzentrum, lebhaft gemacht wurde.

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„Es tut mir leid, Pocahontas“

Vielleicht habt ihr diese Liedzeile ja schon einmal gehört. 2016 lief das Lied „Pocahontas“ rauf und runter. Schuld daran sind vier Mittzwanziger. Die Kölner Musikergruppe Annenmaykantereit wurde 2011 von Christoph Annen, Henning May und Severin Kantereit gegründet. Anfangs waren sie noch zu dritt als Straßenmusiker unterwegs, später stieß der Bassist Lars Lötgering hinzu, der 2014 durch Malte Huck ersetzt wurde. Ihr erstes Album haben sie noch selbst aufgenommen und wird von der Gruppe im Nachhinein nicht als „richtiges“ Album angesehen. Mit den Liedern „Oft gefragt“ und „Pocahontas“ sind Annenmaykantereit schließlich auch einem breiten Publikum bekannt geworden. Im März 2016 erschien ihr erstes Studioalbum „Alles nix konkretes“, das sofort auf Platz 1 der deutschen und österreichischen Albumrangliste einstieg. Weiterlesen

Reinhard Mey – Der Lieder-Macher

Er gewann als erster ausländischer Sänger den „Prix International de l’Académie de la Chanson Francaise“.

Er wurde und wird mit Auszeichnungen überschüttet – ein Beweis für seine außerordentlich große Beliebtheit in allen Altersgruppen. Vor wenigen Jahren erhielt er den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“. Dass man ihm diesen Preis gerade in Berlin überreichte, ist nur konsequent. Denn hier wurde Reinhard Friederich Michael Mey 1942 geboren, besuchte das französische Gymnasium und begann seine musikalische Laufbahn. Nach ersten Erfahrungen in zwei Musikgruppen kam im Jahr 1964 sein erstes Lied „Ich wollte wie Orpheus singen“ heraus. Schon 1967 erhielt Mey einen französischen Plattenvertrag und gewann kurze Zeit danach mit einigen herausragenden französischsprachigen Werken den „Prix International de l’Académie de la Chanson Francaise“, und zwar als erster ausländischer Sänger überhaupt. Weiterlesen