Deutsch lernen in Deutschland

Im letzten Jahr berichtete unsere Bloggerin Lea von ihren Erfahrungen als Stipendiatin des Vereins Deutsche Sprache (VDS) in Ghana. Einer der Schüler, den sie in den vier Wochen an der Universität in Winneba in Deutsch unterrichtet hatte, war Garnet Badu. Das VDS-Stipendium ist auf Gegenseitigkeit angelegt, also jeweils ein Stipendiat aus Deutschland, einer aus dem Gastland. In Abstimmung mit dem DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) bekam Garnet Badu wegen seiner guten Leistungen die Möglichkeit für seinen ersten Besuch in Deutschland. Nach monatelangen Planungen war es dann soweit: Vom 6. bis 29. August besuchte Garnet aus Ghana zum ersten mal in seinem Leben nicht nur Deutschland, sondern überhaupt einen anderen Kontinent als Afrika. Garnet studiert in Winneba Deutsch und Französisch auf Lehramt und konnte jetzt davon profitieren, über ein Stipendium ins Zielsprachenland zu reisen und so seine Kenntnisse zu verbessern. Weiterlesen

Neues von der „Liebe“…

Einige Singles werden jetzt bei der Suche nach einem geeigneten Partner wohl oder übel auf neue Dating-Trends stoßen: Zu Ghosting und Benching gesellen sich nun auch die Phänomene Stashing, Zombieing, Mingleing, und Submarining. Romantiker haben bei diesen neuen Phänomenen aus der Liebes-Landschaft so einiges zu verdauen, denn das Dating scheint sich immer mehr in Richtung unkonventioneller Beziehungsmodelle zu entwickeln. Der Umgang mit einer neuen Bekanntschaft wird immer absurder. Auch, wenn man mittlerweile nur noch Bahnhof versteht, hier ein Versuch etwas Licht ins Dunkle zu bringen: Weiterlesen

Belarus Teil zwei

Seit Ende September bin ich zurück aus Belarus. Natürlich ist es schön, wieder daheim bei der Familie und den Freunden zu sein; dennoch denke ich noch so manches Mal an die schöne Zeit in dem Land, das jetzt auf einmal so fern scheint, zurück. Mit voller Begeisterung habe ich meiner Familie und meinen Freunden von meiner Zeit dort berichtet. Vor allem die aufrichtigen Menschen, denen ich begegnet bin, sind bemerkenswert. Dieses für sie ebenfalls überaus ferne und fremde Land ist in meinen Augen ein Geheimtipp für Menschen, die Urlaub in der Natur fernab von touristischen Pfaden verbringen möchten.

Belarus ist touristisch gesehen ein alles andere als überlaufenes Land. Westeuropäer habe ich beispielsweise nur in der Hauptstadt Minsk getroffen.

Eine von vielen Lenin-Statuen im Land

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Schottland in fünf Tagen

Highlands

Es muss beim Reisen nicht immer ein anderer Kontinent sein. Gar nicht weit weg von uns liegen faszinierende Orte und atemberaubende Landschaften. Bestes Beispiel dafür ist Schottland. Zusammen mit fünf Freunden begab ich mich Anfang des Monats für fünf Tage in den nördlichsten Landesteil des Vereinigten Königsreichs, um diesen zu erkunden. Um in kurzer Zeit so viel wie möglich zu sehen, machten wir uns vorher einen Plan, was man in Schottland gesehen und erlebt haben sollte. Weiterlesen

#gehwählen – Mach dein Kreuz!

Heute ist Bundestagswahl und Jeder und Jede von uns, der/die wahlberechtigt ist, sollte Gebrauch von seinem Wahlrecht machen. In unserer Demokratie haben wir die Chance und das Recht selbst über die Zukunft unseres Landes und unsere Vertreter in der Regierung zu bestimmen und genau das sollten wir auch tun. Während der Wahlkampf eher unauffällig war und „Duelle“ vielerorts eher als „Duette“ tituliert wurden, hat sich in den Sozialen Medien und unter medienwirksamen Prominenten eine auffällige Bewegung zur Wahlmotivation gezeigt. Können Nichtwähler so dazu gebracht werden, sich aufzuraffen und in die Wahllokale zu gehen?

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Öko

Als ich klein war, da war der Begriff öko noch ein Schimpfwort. Jetzt nicht direkt böse gemeint, aber doch mit einem Augenzwinkern schloss öko alle Personen ein, die optisch, sozial und politisch irgendwie alternativ und umweltbewusst eingestellt waren. Achselhaare, Birkenstocklatschen und ein Jutebeutel – das waren so typische Charakteristika dieser Menschen. Man hat sie belächelt und Spinner genannt. Heute, ca. 20 Jahre später, ist das Ökotum auf einmal hip. Weiterlesen

Mein Leben in Belarus

Der Fluss Dnepr

Seit Ende August befinde ich mich im Rahmen eines vom VDS geförderten Praktikums in Belarus, was den meisten eher als Weißrussland bekannt ist. Als ich meinen Freunden und Bekannten davon erzählte, war oft ihre erste Frage: „Weißrussland? Das gehört aber noch zu Russland, oder?“. Dies ist leicht zu beantworten: Belarus ist seit 1991 unabhängig und war zuvor Teil der Sowjetunion. Die sowjetischen und russischen Einflüsse, die das Land heute noch prägen, sind allerdings auffällig: Beispielsweise sind hier viele Angelegenheiten wie der Beginn der Schule und der Universität einheitlich geregelt. Beide Bildungsinstitutionen beginnen nach einer dreimonatigen Sommerpause am ersten September mit dem neuen Schuljahr bzw. Semester. An den Schulen wird dieses Ereignis sehr gefeiert: Es gibt Ansprachen durch die Lehrer und ältere Schüler und alle Schüler bringen den Lehrern an diesem Tag Blumen mit. Weiterlesen

„Ein ganzes halbes Jahr“ – Besser als gedacht!

Buchtipp
Zugegeben: Das Buch „Ein ganzes halbes Jahr“ von der britischen Schriftstellerin Jojo Moyes, welches bereits 2012 erschienen ist, war mir schon länger bekannt. Der weltweite Erfolg des Romans, der in 32 Sprachen übersetzt wurde, sowie die gleichnamige Verfilmung im Jahre 2016 hatten mich bislang nicht davon überzeugt, das Buch zu lesen. Denn ich war mir sicher, dass diese Geschichte nur so vor Kitsch und Romantik triefen würde. Doch schließlich ließ ich mich dazu hinreißen, die Geschichte um Louisa Clark und Will Traynor zu lesen. Mein Fazit: Mache dir immer ein eigenes Bild von einem Buch! (Alle interessierten Leser und Leserinnen seien an dieser Stelle gewarnt: Im Folgenden werden der Inhalt und das Ende des Buches vorweggenommen.) Weiterlesen

VONA

Vona – Einfach seinen Nachnamen als Künstlernamen zu wählen, war vielleicht nicht der kreativste Akt von Musiker Dominik Vona. Doch das macht der sympathische Süddeutsche mit seiner Musik wieder wett. Sein Name spiegelt außerdem seinen Stil wider: schlicht, klar und authentisch. Vona kommt aus Tübingen, ist Anfang 20 und kam erst durch den Einsatz vom Schicksal zurück zur Musik. Den Anfang machte seine Großmutter, als diese ihm zu seinem 10. Geburtstag eine Gitarre schenkte. Vona spielte außerdem leidenschaftlich gerne Fußball und wollte den Sport zu seinem Beruf machen.  Jahrelang spielte er für den VfB Stuttgart, zuerst in der C- dann in der B-Jugend. Ein Kreuzbandriss nahm ihm den Traum einer Profifußballkarriere. Doch wo sich die eine Tür schließt, öffnet sich bekanntlich woanders eine neue. Er schenkte der alten Gitarre wieder Aufmerksamkeit und begann wieder Musik zu machen. Nach dem Abitur mietete er sich einen alten VW Bus und zog mit Freunden für drei Monate durch Europa, um auf den Straßen Musik zu machen. Zurück in Deutschland manifestierte sich dann ein neuer Berufswunsch: Musiker werden. Weiterlesen