Das Siebengebirge – Der älteste Naturpark Deutschlands

Da ich im schönen Siebengebirge aufgewachsen bin, möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen und Euch diesen geschichtsträchtigen und sagenumwobenen Ort vorstellen:

Die Drachenburg

Die Drachenburg

Das Siebengebirge ist ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Das Gebiet liegt südöstlich der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn und umfasst die Touristenzentren Bad Honnef und Königswinter. Die romantische Landschaft lädt zum Wandern auf ihre sieben bekanntesten Berge ein. Der Drachenfels, der Petersberg, die Wolkenburg, die Löwenburg, der Nonnenstromberg, der Lohrberg und der Ölberg stellen die bedeutendsten unter mehr als vierzig Bergen des Naturraums dar. Den Drachenfels erreicht man sowohl zu Fuß als auch mit Deutschlands ältester Zahnradbahn. drachenfelsbahn

An der Spitze des Berges beeindruckt die alte Burgruine, um die sich zahlreiche Sagen ranken, und der unvergleichliche Ausblick auf das Rheintal. Von der Aussichtsplattform erhält man auch die Möglichkeit, die Drachenburg aus der Vogelperspektive zu betrachten. Mindestens genauso lohnenswert ist ein Ausflug zum benachbarten Petersberg.

Der Petersberg

Der Petersberg

Das eindrucksvolle Hotel, das auf dem Gipfel des Berges anzutreffen ist, diente lange Zeit als ansprechende Herberge für internationale Staatsgäste der Bundesrepublik. Auch hier werden die Besucher mit einem Panoramablick über die dicht bewaldete und idyllische Landschaft verwöhnt. Vom Schah von Persien bis hin zu Bill Clinton – sie alle sind in den Genuss der Siebengebirgslandschaft gekommen. In der anliegenden Bergkapelle ließ sich bereits Michael Schumacher trauen – ein Hauch von Formel-1 im Siebengebirge!

Nach dem Wandern lädt die Rheinpromenade der Stadt Königswinter auf einen Spaziergang ein. Während die zahlreichen Eisdielen an der Rheinallee die Besucher in den Sommermonaten mit süßen Speisen anlocken, bieten die Schiffgaststätten und die vielen internationalen Speiselokale ein breites kulinarisches Angbot an herzhaften Speisen an. Wenn man noch etwas Zeit zum Einkaufen hat, lohnt es sich, durch die Fußgängermeile der Altstadt zu schlendern und sich das ein oder andere Andenken mitzunehmen. Zu Fuß erreicht man auch rasch Bad Honnef, wo man nicht nur das Wohnhaus Konrad Adenauers besichtigen, sondern auch den Weinanbau und die Weinhäuser erkunden kann. Nach einer Tour durch das Siebengebirge verschlägt es mich oft (vor allem im Sommer) auf die Insel Grafenwerth bei Bad Honnef. Ein Picknick auf der Insel lasse ich selten aus, denn von hier aus hat man zum Abschluss noch einmal einen einzigartigen Blick auf das Siebengebirge. Nicht umsonst bezeichnete Alexander von Humboldt die Insel als „Das Nizza vom Rhein“.

Wenn Ihr einen Ausflug nach Bonn oder Köln plant, etwas Zeit und Lust zum Wandern habt, empfehle ich, das Siebengebirge zu erobern. Hier lebten schließlich der Sage nach der fiese Drache und die sieben Riesen des Siebengebirges!

weinberg

Bilderquelle: Pixabay