Der nicht so geheime Geheimtipp – Hrvatska

Mljet

Was ich vor meinem Urlaub über Kroatien wusste, lässt sich an einer Hand abzählen. Mehr als langweilige Küstenorte und Hotelbunker konnte ich mir nicht vorstellen.  Glücklicherweise hatte ich es dieses Jahr nun doch als Reiseland auserkoren und kam aus dem Staunen und Schwärmen nicht mehr raus. Aber von vorne:

Hafen von Dubrovnik

Die Bucht bei Herceg-Novi, Montenegro

Unsere zehntägige Reise durch das Land am adriatischen Meer begann zunächst in Zagreb. Die Stadt hat architektonisch viel zu bieten und gibt einen interessanten Eindruck vom kroatischen Leben weit weg von der doch recht touristisch geprägten Adria. Mit dem Mietwagen ging es dann über den Plitvicer Nationalpark nach Zadar. Von da aus machten wir uns auf den Weg gen Süden bis nach Dubrovnik. Wo es uns gefiel, machten wir Halt, wo wir es nicht schön fanden, fuhren wir weiter. Das ist übrigens einer der grandiosen Vorteile, wenn man mit Mietwagen und ohne vorab gebuchten Unterkünfte reist. Vor unserer Reise dachte ich, dass Dubrovnik einer der Höhepunkte werden würde und wurde enttäuscht. Natürlich, die Stadt ist sehr schön und hat sehr viel zu bieten, doch uns war es zu voll, zu teuer und wir sehnten uns nach Natur und Ruhe. Einen kleinen städtischen Abstecher machten wir trotzdem noch. Wir fuhren nach Herceg-Novi, eine der ersten Städte hinter der Grenze in Montenegro. Dort verbrachten wir einen schönen Nachmittag und konnten in der kleinen Stadt etwas Ruhe finden. Die Grenzübergänge, auch die durch Bosnien und Herzegovina, liefen problemlos, man muss es nur vorher mit seiner Autovermietung abklären und an der Grenzkontrolle etwas Zeit einplanen. Zurück in Kroatien ging es für uns nach den vielen Tagen voller Städte, Trubel und Menschen auf die Insel Mljet, eine wenig besiedelte Insel, die fast zur Hälfte aus einem Nationalpark besteht. Dort fanden wir unser kleines Paradies. Unser Vermieter fing den Fisch, den er uns abends servierte, morgens direkt vor seiner Haustür. Bis zum nächsten Supermarkt musste man über 15 Minuten steile Serpentinen auf sich nehmen. Es gibt eine große Straße, eine Tankstelle und zwei Geldautomaten. Der Nationalpark ist ein großes bewaldetes Gebiet, dessen Mittelpunkt zwei Salzwasserseen bildet. Dort fanden wir eine ruhige Stelle an der wir baden gehen konnten.

Ausblick von Sibenik

Auf der Rückfahrt in Richtung Flughafen Zagreb machten wir noch einmal Halt in der Stadt Sibenik. Dieser Ort hatte uns besonders gut gefallen, weswegen wir uns die Zeit nahmen sie noch einmal zu besuchen. Die Altstadt besteht aus vielen Kirchen, kleinen Gassen und vielen Treppenstufen. Auf einem Hügel steht eine Festung, von der aus man einen herrlichen Ausblick über die Adria, die vorgelegenen Inseln und das Städtchen hat.

Ich kann Kroatien als Reiseland nur wärmstens empfehlen. Die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit, das Essen ist gut, das Wetter perfekt und die Landschaft atemberaubend. Die Adria mag zwar nicht unbedingt ein Geheimtipp sein, für mich war es das aber absolut, weil ich nicht wusste, was für ein wunderschönes Fleckchen Erde mich erwarten würde.

Fotos: Privat (marenreist)