Genie im Studio

Musiktipp

Was ist gute Musik? Keine einfache Frage. Natürlich ist das eine Ansichtssache und jeder hat seinen eigenen Musikgeschmack. Mir ist es z. B. wichtig, dass ich die von mir gern gehörte Musik, in jeder Lebenslage hören kann. Sei es beim Kochen, beim Lesen, beim Autofahren, beim Putzen, beim Schreiben bestimmter Texte, beim Essen oder beim Entspannen. Gute Musik muss für mich immer passen und viele verschiedene Stimmungen ansprechen, positive wie negative. Das macht gute Musik für mich aus. Wenn dann auch noch eine schöne, eindringliche Stimme hinzukommt und jeden Ton und Klang ausfüllt, hat der Künstler für mich alles richtig gemacht. Dieses Gefühl hatte ich in der vergangenen Woche, als ich das neue, posthum veröffentlichte Album von Prince gehört habe. Zwei Jahre nach seinem Tod veröffentlicht, nimmt Prince in „Piano & A Microphone 1983“ die Zuhörer mit zu sich ins Heim-Aufnahmestudio. Nur Prince, ein Piano und ein Mikrofon. Weiterlesen

„Der Berg ruft“

Man kann es schon fast das Wahrzeichen von Oberhausen nennen. Wenn es eine Sache gibt, die ich mit der Stadt Oberhausen verbinde, dann ist es der Gasometer, in dem regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu den verschiedensten Themen stattfinden. Früher diente er der Industrie im Ruhrgebiet zur Gasgewinnung – solange, bis er 1988 stillgelegt werden musste. Danach drohte ihm zuerst der Abriss, jedoch wurde nach viel Diskussion damals beschlossen, den Gasometer zu einer Ausstellungshalle umzubauen. Weiterlesen

Lesen lernen

In unseren Beiträgen hier auf kultürlich.de schreiben wir immer wieder gerne über Bücher. Wir stellen sie vor, weil sie uns gut gefallen, weil sie interessante Fragen aufwerfen oder weil wir der Meinung sind, dass sie gelesen werden sollten.

Für mich sind die Buchstaben der Bücher, die Welten eröffnen können, ein Schatz und wenn ich hier darüber schreibe, setze ich voraus, dass meine Gedanken durch die Schrift anderen Menschen vermittelbar sind. Weiterlesen

Momo – Nur ein Kinderbuch?

Als ich neulich im Bücherregal meines Freundes stöberte, stieß ich auf einen Schatz meiner Kindheit: „Momo“ von Michael Ende. Mein Freund hat es in der Schule gelesen (das lässt zumindest das kritzelige „Klasse 5a“ auf der Unterseite des Buches vermuten). Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, in der Orientierungsstufe habe ich es jedoch in einer Buchvorstellung als mein Lieblingsbuch präsentiert.

Als ich also dieses Buch in der Hand hielt, kam ich nicht herum, es noch einmal zu lesen. Tatsächlich hatte ich einiges vergessen, weshalb es mir generell große Freude macht, Bücher nach Jahren noch einmal zu lesen. Weiterlesen

Broadchurch

Serientipp

Was passiert mit den Angehörigen und Freunden eines Mordopfers? Welche Konsequenzen hat dieser unsägliche Verlust für die Hinterbliebenen? Hat man die Kraft, trotz einer solchen Tragödie sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen? Diesen Fragen widmet sich die britische Fernsehserie „Broadchurch“ in einer ruhigen, bestechend feinfühligen und unheimlich fesselnden Art und Weise.

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Gärten der Zukunft

Vertikaler Garten des Botanikers Patrick Blanc, Caixa Forum Madrid

Seit einiger Zeit ist das gesellschaftliche Interesse an Gartenkunst und Landschaftsarchitektur enorm gestiegen. Vielleicht wird sie nicht immer als solche wahrgenommen, aber letztendlich ist kein Baum, keine Blume in unserem weiteren Umfeld noch natürlich. Landschaften – auch die unberührt wirkenden – stehen stets unter dem Einfluss des Menschen. Besonders das Urban Gardening ist vielen ein Begriff, bedeutet jedoch nicht mehr als die Nutzung der städtischen Freiflächen zum Anbau von Obst und Gemüse oder Kräutern. Was früher noch spießige Schrebergärten waren, ist heute zu einer hippen und alternativen Bewegung geworden, die sich zunehmend auch mit den Belangen der Umwelt auseinandersetzt. Weiterlesen

Wer war eigentlich …

Sokrates?

Es geht weiter in meiner kleinen philosophischen Reihe. Diesmal stelle ich, kurz und knapp, den berühmten griechischen Denker Sokrates vor. Sokrates, der als Begründer der abendländischen Philosophie gilt, hat weder eigene Theorien entwickelt noch eigene Schriften hinterlassen. Im Gegensatz zu anderen einflussreichen Philosophen, wie z. B. Platon, Aristoteles oder Epikur, hat Sokrates auch keine eigene Philosophenschule gegründet. Er hat aber eine neue Form des Denkens entwickelt: Die sokratische/dialektische Methode. Typisch für die dialektische Methode ist es, seine Gedanken erst während eines Gesprächs zu entwickeln, ohne dabei systematisch vorzugehen. Die Methode entwickelt sich im Dialog, durch Spruch und Widerspruch. Argumente werden stets überprüft, die Diskussion rational, von einem Standpunkt der Unkenntnis aus geführt.

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Im Urlaub aussteigen – „Immer schön die Ballons halten“ von Tobi Katze

Vor zwei Wochen war ich im Urlaub. Holland, Nordseeküste. Die ersten beiden Tage bewölkt mit leichtem Nieselregen, dann prächtiger Sonnenschein, Sonnenbrand und Schwimmen im Meer. Familienurlaub.

„Wie, du fährst mit deiner Schwester weg? Und mit deinen Eltern? Hast du keine Freunde?“ Doch. Hab‘ ich. Macht aber nichts. Meine Schwester und ich verbringen einfach ab und an ganz gerne Zeit mit der Familie. Allein das ist schon Urlaub: Rauskommen aus dem Alltag. Ich bin Student, gerade ist noch keine Klausurenphase, meine Schwester ist schon etwas weiter und bereits im Referendariat. Ihr Terminkalender hat insofern Vorrang. Weiterlesen

„Total okay und genau – Glossen zu Dingen und Sachen“

Buchtipp

Sprache dient der Kommunikation und die Nutzung von Wörtern ist nur uns Menschen gegeben. Doch was passiert mit diesen Wörtern, wenn wir sie verändern, neu kreieren, anpassen oder gar verunstalten? Verändert diese Art der Sprachnutzung nur die Sprache oder auch uns Menschen? Was machen Worte mit uns? Anhand seiner humorvollen und nachdenklich stimmenden Glossen geht Schriftsteller Christoph Kuhn dieser Frage auf den Grund. Weiterlesen