Mord im Orientexpress

Buch- und Filmtipp

Ein Zug auf dem Weg von Istanbul nach London bleibt im damaligen Jugoslawien in einer Schneeverwehung stecken. Die siebzehn Passagiere müssen ausharren, doch dann geschieht ein Mord, der allen die Wartezeit verkürzt beziehungsweise verlängert. Der Amerikaner Samuel Edward Ratchett wird in seinem Abteil mit zwölf Messerstichen ermordet vorgefunden. Wegen der schlechten Wetterverhältnisse kann die Polizei den Zug nicht erreichen, ein Glück, dass der berühmte belgische Detektiv Hercule Poirot mit an Bord ist und sich dem mysteriösen Fall annimmt. Agatha Christies wohl bekanntester Roman Mord im Orientexpress (1934) und dessen verschiedenen Verfilmungen lassen die Leser und Zuschauer mit ermitteln. Poirots theatrale Verhörmethoden spinnen ein Netz aus Be- und Entlastungen, in dem sich Detektiv und Verdächtige gegenseitig ausspielen. Weiterlesen

Vom Blick hinter die Fassade

Buchempfehlung

Ove ist ein Mann, den man nicht zum Freund haben will. Kleinkariert, griesgrämig und pedantisch verbringt er seine Tage damit, seine Wohnsiedlung zu kontrollieren, Nachbarn auf ihre Vergehen hinzuweisen und ansonsten jegliche menschliche Interaktion zu vermeiden. Es ist eine Geschichte über einen alten, verbitterten Mann. Und es ist eine Geschichte über die Bereitschaft, hinter die Fassade eines Menschen zu blicken und dafür mit dem größten Geschenk belohnt zu werden: Liebe. Weiterlesen

Faserland – Christian Kracht

Buchempfehlung

Der Autor Christian Kracht und seine Werke werden viel diskutiert und sind teils umstritten. Bereits sein Debütroman Faserland (1995) sorgte Mitte der Neunziger für Aufsehen und gilt bis heute als Teil bzw. Initiation der deutschsprachigen Welle der Popliteratur. Aber auch heute noch ist Faserland die Lektüre wert. Als Leser folgen wir dem namenlosen Protagonisten von Sylt über Frankfurt bis in die Schweiz, einmal von Nord nach Süd durch die Republik. Dabei beobachten wir ihn dabei, wie er seine Umwelt und seine Mitmenschen betrachtet.

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Erich Kästner – mehr als nur ein Märchenonkel

Jeder kennt wohl die Geschichten vom Doppelten Lottchen, von Emil und den Detektiven oder Pünktchen und Anton – all diese hat uns Erich Kästner hinterlassen. Dass er aber viel mehr war und vor allem auch viel mehr sein wollte als ein Kinderbuchautor, ist im gesellschaftlichen Andenken an Kästner nicht unbedingt verankert. Er war politisch engagiert, hat unter der Zensur des Dritten Reiches gelitten und ist einer der wenigen Autoren, die sich vor keinem Genre gescheut haben. In jedem Fall, ein bedeutender deutscher Schriftsteller, mit dem es sich lohnt etwas mehr Zeit zu verbringen. Wie man dies tun kann? Dazu hier einige Empfehlungen: Weiterlesen