Studienreise durch Deutschland: von Ost nach West

Seit vielen Jahren habe ich ab und zu vom Studium in Deutschland geträumt, besonders stark im November, als ich den onSET Deutschtest auf B1-Niveau bestanden habe. Letztes Jahr ging dieser Traum nicht in Erfüllung, nicht nur durch meine eigene Schuld, sondern auch durch die Schuld der Mitarbeiterin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, die die Regeln der Beteiligung an diesen Sprachprogrammen nur auf Russisch erklärt hat und die niemand klar verstehen konnte, aber mit dem Verein Deutsche Sprache gab es gar keine Probleme, alles hat gut geklappt. Weiterlesen

Wie man es nicht macht: Museumsnacht

Zwei halbe Tage in Frankfurt verbringen. Riesige Stadt mit vielen interessanten Ecken und wenn man einen quasi einheimischen Touristenführer in Form seiner Schwester dabei hat, kann man sicherlich auch diejenigen Ecken abseits der überlaufenen Hauptattraktionen entdecken.

Bei diesem Besuch offeriert die Stadt jedoch ein überzeugendes Angebot: Die Frankfurter Museumsnacht mit vergünstigtem Ticketpreis für Studenten wie uns, zahlreiche vielversprechende Angebote, zig Museen und dazu besondere Veranstaltungen: Lesungen, Konzerte, darstellende Kunst. Als wir das Programmheft durchblätterten, überfluteten uns die vielen Möglichkeiten. Also überlegten wir uns eine Strategie: Als erstes gingen wir alle Angebote durch und schrieben dabei diejenigen auf, für die wir uns interessierten, mit Zeit und Ort. Wie zu erwarten war, wurde diese Liste mehrere Seiten lang. Wir überlegten uns, dass die Museen ja tatsächlich größtenteils das ganze Jahr über geöffnet und die Besonderheit an diesem Tag doch eigentlich die vielen Veranstaltungen und Aktionen waren. Reiz des Neuen und Einmaligen. Wir wollten für unser berapptes Geld ja auch möglichst viel bekommen. Also schauten wir, wie wir in der verfügbaren Zeit möglichst viel „mitnehmen“ konnten. Wir füllten den Zeitplan dicht und suchten auf dem Stadtplan nach einer effizienten Route.

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Von Mythen und Märchen

Neulich musste ich feststellen, dass ich jahrelang eine Geschichte für wahr gehalten habe, die eigentlich gar nicht wahr ist. Die Geschichte der deutschen Sprache und wie sie um ein Haar Weltsprache geworden wäre. Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, von wem mir diese Anekdote zum ersten Mal erzählt wurde. Aber gehört habe ich sie schon einige Male und war felsenfest davon überzeugt, dass sie stimmte. Weiterlesen

Ein kleines Stück eigenes Paradies

Es ist Samstag, das Wetter ist angenehm. Zu kalt für ein Picknick im Park, aber auch zu warm und sonnig, um in der Wohnung zu bleiben. Also schwinge ich mich auf mein Fahrrad und mache mich auf zu einer kleinen spontanen Tour. Einmal quer durch Dortmund geht es an einem kleinen Waldstück vorbei runter zur Emscher. Dort, an der Grenze zwischen Innenstadt und Hörde, steht das Viadukt der ehemaligen Schlackebahn des Hochofengeländes Phoenix West. Entlang der Emscher geht es dann für mich wieder Richtung Nord-Westen. Immer wieder liegt mir dabei der Geruch von frisch angefeuerten Grills und gerade brutzelnden Würstchen in der Nase. Er kommt aus den zahlreichen Parzellen der Kleingartenvereine, die sich entlang des Emscher-Wegs aufreihen. Weiterlesen