Anne of Green Gables – die kanadische Pippi Langstrumpf

Ein Mädchen mit roten Zöpfen, einer blühenden Fantasie und einem unerschütterlichen Willen – bei dieser Beschreibung denkt sofort jeder an das eine Mädchen: Pippi Langstrumpf. Dass es vor ihr in der kanadischen Literatur aber bereits ein ebenso mutiges, wissbegieriges und lebhaftes Mädchen gegeben hat, ist kaum bekannt.

Die Kanadierin Lucy Maud Montgomery hat im Jahre 1908 die 13-jährige Anne (die vehement darauf besteht, dass man ihren Namen mit e am Ende schreibt, weil es ihm viel mehr Extravaganz verleihe) zum Leben erweckt. Die Erinnerung an „Anne of Green Gables“ wird nun mit der Netflix-Serie „Anne with an E“ wieder aufgefrischt.

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Studienreise durch Deutschland: von Ost nach West

Seit vielen Jahren habe ich ab und zu vom Studium in Deutschland geträumt, besonders stark im November, als ich den onSET Deutschtest auf B1-Niveau bestanden habe. Letztes Jahr ging dieser Traum nicht in Erfüllung, nicht nur durch meine eigene Schuld, sondern auch durch die Schuld der Mitarbeiterin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, die die Regeln der Beteiligung an diesen Sprachprogrammen nur auf Russisch erklärt hat und die niemand klar verstehen konnte, aber mit dem Verein Deutsche Sprache gab es gar keine Probleme, alles hat gut geklappt. Weiterlesen

Wie man es nicht macht: Museumsnacht

Zwei halbe Tage in Frankfurt verbringen. Riesige Stadt mit vielen interessanten Ecken und wenn man einen quasi einheimischen Touristenführer in Form seiner Schwester dabei hat, kann man sicherlich auch diejenigen Ecken abseits der überlaufenen Hauptattraktionen entdecken.

Bei diesem Besuch offeriert die Stadt jedoch ein überzeugendes Angebot: Die Frankfurter Museumsnacht mit vergünstigtem Ticketpreis für Studenten wie uns, zahlreiche vielversprechende Angebote, zig Museen und dazu besondere Veranstaltungen: Lesungen, Konzerte, darstellende Kunst. Als wir das Programmheft durchblätterten, überfluteten uns die vielen Möglichkeiten. Also überlegten wir uns eine Strategie: Als erstes gingen wir alle Angebote durch und schrieben dabei diejenigen auf, für die wir uns interessierten, mit Zeit und Ort. Wie zu erwarten war, wurde diese Liste mehrere Seiten lang. Wir überlegten uns, dass die Museen ja tatsächlich größtenteils das ganze Jahr über geöffnet und die Besonderheit an diesem Tag doch eigentlich die vielen Veranstaltungen und Aktionen waren. Reiz des Neuen und Einmaligen. Wir wollten für unser berapptes Geld ja auch möglichst viel bekommen. Also schauten wir, wie wir in der verfügbaren Zeit möglichst viel „mitnehmen“ konnten. Wir füllten den Zeitplan dicht und suchten auf dem Stadtplan nach einer effizienten Route.

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Von Mythen und Märchen

Neulich musste ich feststellen, dass ich jahrelang eine Geschichte für wahr gehalten habe, die eigentlich gar nicht wahr ist. Die Geschichte der deutschen Sprache und wie sie um ein Haar Weltsprache geworden wäre. Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, von wem mir diese Anekdote zum ersten Mal erzählt wurde. Aber gehört habe ich sie schon einige Male und war felsenfest davon überzeugt, dass sie stimmte. Weiterlesen

Ein kleines Stück eigenes Paradies

Es ist Samstag, das Wetter ist angenehm. Zu kalt für ein Picknick im Park, aber auch zu warm und sonnig, um in der Wohnung zu bleiben. Also schwinge ich mich auf mein Fahrrad und mache mich auf zu einer kleinen spontanen Tour. Einmal quer durch Dortmund geht es an einem kleinen Waldstück vorbei runter zur Emscher. Dort, an der Grenze zwischen Innenstadt und Hörde, steht das Viadukt der ehemaligen Schlackebahn des Hochofengeländes Phoenix West. Entlang der Emscher geht es dann für mich wieder Richtung Nord-Westen. Immer wieder liegt mir dabei der Geruch von frisch angefeuerten Grills und gerade brutzelnden Würstchen in der Nase. Er kommt aus den zahlreichen Parzellen der Kleingartenvereine, die sich entlang des Emscher-Wegs aufreihen. Weiterlesen

Über den Cologne Song Contest

Ich bin ein sehr entspannter und gelassener Mensch. Doch ein Thema lässt mich – leider immer häufiger – aus der Haut fahren. Neulich war es wieder so weit. Nichts ahnend öffne ich ein soziales Netzwerk und stoße auf einen digitalen Zeitungsartikel über einen lokalen Liederwettbewerb. „Lokaler Liederwettbewerb“, das ist verständlich, oder? Genauer gesagt ist es der Kölner Liederwettbewerb, der sich aber – und hier fahre ich aus der Haut – „Cologne Song Contest“ nennt. Weiterlesen

Warum sagt man eigentlich … (Teil 2)

„Hals- und Beinbruch“, wenn man einander viel Glück wünscht? Warum hängt man etwas „an die Große Glocke“, wenn man etwas besonders aufregendes mitteilen möchte und weshalb möchte man mit einer Sache „nichts am Hut“ haben, um sich von etwas zu distanzieren? Und warum lacht man sich eigentlich „einen Ast“, wenn etwas besonders komisch ist? Ich bringe nachfolgend etwas „Licht ins Dunkel“: Weiterlesen

Italienisch für Anfänger

In Italien ist Bildung ein universelles Recht und dieses Recht wird allen Erwachsenen und minderjährigen Flüchtlingen, unabhängig von ihrer Nationalität, garantiert. Aufgrund dieses Prinzips sind die Schulen verpflichtet, die Einschreibungen seitens der Flüchtlinge zu akzeptieren, auch wenn diese keine Ausweispapiere haben, da das Fehlen von Dokumenten sie nicht daran hindern sollte, das Recht auf Bildung auszuüben. Dank dieser Verordnungen werden die italienischen Schulen immer multikultureller. Die zunehmende Anwesenheit ausländischer Kinder und Jugendlicher verursacht jedoch auch Probleme, da die Lernprogramme langsamer voranschreiten, weil die Schulen versuchen, niemanden zurückzulassen. Weiterlesen

Ku´damm 56 & 59

Der Ku´damm ist Berlin, ist Deutschland. Das Schicksal der Familie Schöllack ist das Schicksal so vieler Familien, ist unsere Vergangenheit. Der deutsche Fernseh-Mehrteiler „Ku´damm 56 & 59“ porträtiert das Leben der Familie Schöllack zwischen den Jahren 1956 und 1959. Caterina Schöllack betreibt nach dem Verschwinden ihres Ehemannes in den Wirren des Zweiten Weltkrieges eine Tanzschule auf dem Ku´damm. Neben dem Erfolg ihrer Tanz- und Benimmkurse ist das „Unter-die-Haube-Bringen“ ihrer drei Töchter Thema und Ziel Nummer Eins der Mutter.

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