• Allgemein,  Lyrik

    Das Ende des Tunnels

    Sicherlich war das Jahr 2020 nicht der Anfang für das kommende Jahrzehnt, den wir uns vorgestellt haben. Alles kam anders als wir es geplant hatten oder uns wünschten.Allerdings scheint dies nichts Neues zu sein; in den meisten Fällen kommt etwas Ungewolltes dazwischen, das den ganzen Plan umwirft. Dann gilt es nur Eines zu tun: Improvisieren. Und darin sind wir 2020 wahre Meister geworden!Das bezieht sich nicht nur auf die Musik, sondern auch auf unser komplettes alltägliches Leben!Wer hätte gedacht, dass sich Begriffe wie „Home-Office“ oder „Homeschooling“ so fest in unseren Alltag etablieren, dass wir unsere Kollegen, Lehrer und Mitschüler nur per Videoanruf sehen würden (obwohl vorzugsweise die Kamera doch lieber…

  • Kurzprosa,  Philosophie,  Reisen

    Abschied oder Ankunft? – Teil 4: Immortalitas?

    Nun: »Hier ist die Zeit stehen geblieben – und jeder Versuch, dieser Gewissheit zu entrinnen, muss sich als vergeblich erweisen«, erklärte ich, nachdem die dritte Geschichte zu Ende gegangen war. Wir durchlebten eine Abfolge ephemerer Begebenheiten, denen allesamt eine überzeitliche Wirksamkeit zukam. Diese jedoch erschöpfte sich gerade in ihrer zeitlichen Einschränkung: Gerade weil diese Narrative der Stimme, der Schulnostalgie oder des Nihilismus jeglicher Konstanz und Beständigkeit entsagten, vergingen sie und vergingen zugleich nicht: Letzteres, insofern sie auch nach ihrem materiellen Ende – in die Erinnerung zurückgerufen – von gleicher Lebendigkeit waren und sich nicht mehr umkehren ließen. Was sich einmal zugetragen hatte, zehrte immerdar vom Ganzen, wiewohl nur als noch…

  • Kurzprosa,  Philosophie,  Reisen

    Abschied oder Ankunft? – Teil 3: Im Luftschiff der Nihilisten

    Erneut hob sie zu sprechen an und verlas das dritte Kapitel: »Es ist jedes Mal aufs Neue bemerkenswert, die Wolkendecke zu durchbrechen, findest du nicht?«, entgegnete Anastasia dem Trübsinn ihres Gegenübers, als sie ein Glas sprudelnde Brause an ihre Lippen führte und das Schiff über die Erde samt ihren allzu irdischen Belangen hinwegflog. »Wir sind Nihilisten«, erwiderte Anastasias Gegenüber eindringlich. »Bisweilen müssen wir eine stoische Betrübnis an den Tag legen und uns unserer Emotionen entäußern, zu unbeschwerter Spontaneität gelangen.«

  • Kurzprosa,  Philosophie,  Reisen

    Abschied oder Ankunft? – Teil 1: Klangfarben der Ewigkeit

    Ein bezaubernder Wintermorgen. Die imposanten Wolkentürme erstarrten im Himmelszelt und begannen anmutige Bilder vor unser geistiges Auge zu führen: Wir wähnten einer Phalanx aus kampfbereiten Kriegerinnen gegenüberzustehen. Zu Pferde waren sie, inmitten ihrer gravitätisch dahinschreitenden Matriarchin, die furchtlos und kühnen Blickes zum Angriff blies gegen die Horden der Finsternis.

  • Allgemein

    Hurra, der Herbst ist da

    Der Herbst ist da. Für viele ist dies eine schreckliche Nachricht. Kein Eis mehr von der nächsten Diele, kein Freibad oder Grillabende. Es wird abends früher dunkel, die Jacke ist nun allgegenwärtig und – geht die Heizung in der Wohnung eigentlich schon?

  • Allgemein,  Philosophie

    Wiederkehr und Spieltrieb – Zyklus oder Progress?

    „Als er sich vom Fenster abwandte, verspürte er kein Bedürfnis mehr, über seine Berufswahl nachzudenken. Für heute fühlte er sich im Reinen mit sich selbst und mit der Welt in ihrer ewigen, formelhaften Wiederkehr.“ (Zeh 2006: 56) Bei dem vorliegenden Zitat handelt es sich um einen erzählerischen Kommentarpassus aus dem Roman Spieltrieb von Juli Zeh. Es geht um den Lehrer Smutek, der durch seine hochbegabte Schülerin Ada und deren Mitspieler Alev in ein kurioses Netz von Verstrickungen gerät, die nach Auffassung ihrer Urheber letztlich der geistigen Vervollkommnung dienen sollen, aber nichtsdestoweniger sowohl mit Moral wie mit Recht in signifikantem Maße konfligieren. Doch Alev und Ada sind Nihilisten, genauer gesagt deren…

  • Sprache

    Linguistische Lücken

    Jeder kennt das Gefühl, nicht die richtigen Worte zu finden, um das auszudrücken, was man eigentlich gern ausdrücken möchte. Selbst in der Muttersprache kommt dies immer mal wieder vor, egal wie groß der eigene Wortschatz auch sein mag. Interessant wird es, wenn man verschiedene Sprachen spricht und plötzlich merkt: Das, was ich in der einen Sprache formulieren kann, kann ich in einer anderen nicht vergleichbar verbalisieren. Mitunter mag das einfach am fehlenden Wortschatz liegen, insofern es sich um eine Fremdsprache handelt. Genauso gibt es aber gewisse Begriffe, die nur in bestimmten Sprachen leben – Begriffe, für die in anderen Sprachen keine Übersetzung mit einem identischen Bedeutungshorizont existiert. Inwiefern solche sprachlichen…

  • Kultur

    Was bedeutet Aufarbeitung der Vergangenheit?

    Die Geschichte des deutschen kolonialen Erbes wird seit jüngster Zeit verstärkt thematisiert. Nicht erst seit den Protesten der Black-Lives-Matter-Bewegung wird nach den Narrativen und Strukturen gefragt, die bis zum heutigen Tag Ausgrenzung, Rassismus und allgemeine Menschenfeindlichkeit unterfüttern. In Deutschland entzündete sich am Berliner Humboldt Forum eine Debatte um die deutsche Kolonialgeschichte, um politische und moralische Verantwortung gegenüber denen, die seinerzeit systematisch ausgebeutet, entrechtet und getötet wurden.

  • Allgemein

    Schnelle Rezepte für den Sommer

    An sehr warmen Sommertagen bekommt man meistens Appetit auf etwas Erfrischendes, Kaltes und Spritziges. Ich teile heute einige Rezepte, die schnell in der Zubereitung und perfekt für die heißen Sommertage sind. Zu meinen Lieblingsgerichten im Sommer zählt „Doogh“ (eine vegetarische, afghanische Jogurt-Gurken-Suppe, Taboulé (ein beliebter, orientalischer Bulgursalat) und mein Lieblingsgericht: Wassermelonen-Feta-Salat. Hier geht es zu den Rezepten: