„Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“

So sagte es einst Nationalspieler Andreas Möller. Für mich als bekennender Freund der spanischen Kultur war es allerdings direkt klar, dass die Wahl auf Madrid fallen wird. Nachdem ich bereits mehrere Male Mallorca und das spanische Festland an der Costa Brava sowie Barcelona und das Umland entdecken durfte, wollte ich nun einmal das Landesinnere erkunden. Dass die Wahl auf Madrid fiel, nicht nur aufgrund der geographischen Lage, klingt logisch. Madrid ist nämlich nicht nur geographisch, sondern auch politisch und kulturell der Mittelpunkt Spaniens und der Region Kastiliens. Während die Bewohner Kataloniens, die Region in und um Barcelona, sich häufig nicht als Spanier, sondern als Katalanen bezeichnen, ist Madrid die Hauptstadt des „übrigen“ Spaniens.

Schon im Landeanflug konnte man die Größe und Schönheit Madrids wahrnehmen. Die riesige Stadt mit seiner typisch südländischen Architektur und Vegetation löste bei mir direkt Freude aus. Schon direkt nach dem Aussteigen konnte ich die mediterrane Luft und Stimmung spüren. Die Taxifahrt bis zur Unterkunft zeigte uns bereits Einiges von dem, was Madrid zu bieten hat. Und so nahmen wir kurz nach der Ankunft in der Unterkunft die Beine in die Hand und erkundeten die nahe Umgebung und konnten direkt die ausgelassene Atmosphäre am Abend spüren, wenn die Menschen so langsam in die unzähligen Kneipen, Restaurants und Tapas-Bars einkehren oder einfach nur auf der Straße ein Pläuschen halten. Diese Stimmung und Atmosphäre ist für mich persönlich Erholung und Urlaub pur.

Am nächsten Tag wurde die Erkundungstour natürlich fortgesetzt und weiter ausgedehnt. Wir begannen den Tag bei bestem Wetter auf dem Plaza Mayor mit Churros, eine Art länglicher Krapfen, welche in heiße Schokolade getunkt werden.

Quelle: privat

Quelle: privat

Palast. Quelle: privat

Retiro-Park

Retiro-Park. Quelle: privat

Von dort aus war es nur ein kleiner Fußmarsch zum Königspalast. Schon von außen war dieses Meisterwerk sehenswert und imposant. Der angrenzende Schlosspark war der perfekte Ort für eine kurze Verschnaufpause. Von dort ging es nach einem kurzen Abstecher in der benachbarten Kathedrale La Almundena zu Fuß zur Puerta del Sol. In und um diesen Platz luden die unzähligen Boutiquen und Straßenhändler zu einem entspannten Bummel, zum Teil auch durch einige Gassen, ein. Positiv aufgefallen ist die Vielfalt an Läden, welche es in Deutschland teilweise nicht gibt. Von der Puerta del Sol ging es per Metro zum Retiro Park. Hier war nun Zeit für ein kleines Nickerchen auf einer der vielen Wiesen, ehe wir zu Fuß den Rest des Parks erkundeten und den Anblick der schönen Pflanzen, Bäume und des Sees genießen konnten.

In unmittelbarer Nähe zum Park befindet sich der Hauptbahnhof Atocha, welcher auf den ersten Blick von innen so gar nicht an einen Bahnhof erinnert: Palmen und Schildkröten machen die Empfangshalle aus.

Quelle: privat

Bahnhof Atocha. Quelle: privat

Am Abend waren wir nun schließlich hungrig und entschlossen uns dazu, eine der vielen Tapas-Bars aufzusuchen und abschließend noch gemütlich einen Absacker“ zu trinken. Auch hierzu eignet sich Madrid sehr gut, nicht nur aufgrund der Fülle an Lokalitäten. Auch die Preise sind durchaus moderat: so gibt es einen halben Liter Bier schon ab 1,50€ und ein leckeres und reichhaltiges Menü bereits ab 10€.

Den Rest unseres Aufenthaltes verbrachten wir im Freibad und genossen noch die Stimmung und kulturelle Vielfalt der Stadt.

Madrid ist definitiv eine Reise wert und für mich eine der schönsten Städte Europas. Sie bietet abseits der vielen belebten Plätze auch viel Raum zum Abschalten, Genießen und Entspannen. Madrid ist mittlerweile von vielen deutschen Flughäfen schnell und oft günstig zu erreichen.