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    In der Vergangenheit wühlen

    Wer kennt es nicht? Man hört ein Musikstück und fühlt sich plötzlich an eine Zeit oder an einen Moment zurückerinnert. Lieder können mit bestimmten Lebensphasen verknüpft sein, oder mit Erinnerungen an vergangene Erlebnisse. Oft ist das der Fall, wenn man die entsprechende Musik über einen längeren Zeitraum sehr regelmäßig gehört hat. Aber auch das Gegenteil kann vorkommen: Wenn ein Lied einen besonders außergewöhnlichen Moment begleitet, kann sich die Verknüpfung von Musik und Erlebtem so einprägen, dass wir gar nicht anders können als beim Hören des Liedes an den Moment zurückzudenken. Dafür müssen wir das Lied nicht einmal vorher gekannt haben.

  • Allgemein,  Kultur

    Kreativität – Mündigkeit – Originalität

    In Zeiten der Postmoderne mit ihrer Gleichzeitig- und Gleichwertigkeit von Denkkonzepten, stellt sich die Frage nach Originalität und Kreativität eigentlich gar nicht. Jeder hat alles schon einmal gesagt, geschrieben oder gehört. Zumindest in den Geisteswissenschaften scheint dies eine weit verbreitete Haltung – gar ein Bonmot – zu sein, wenngleich in den Naturwissenschaften ein anderes Selbstverständnis vorherrscht.

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    Der Corona-Effekt – Vier Szenarien des Zukunftsinstituts

    Dass unser Leben „nach“ der Corona-Pandemie nicht mehr so sein wird wie zuvor, sollte mittlerweile allen klar sein. Allein unsere Wirtschaft wird vermutlich Jahre brauchen, um sich von dem Einbruch der letzten Monate zu erholen. Das soziale Leben steht Kopf, vieles wird noch eine Weile dauern, bis es wieder normal wird. Wie genau unsere Zukunft aussehen kann, wissen wir nicht. Aber es gibt einige, die sich genau damit befassen: Zukunftsforscher. Das Zukunftsinstitut hat vier Szenarien erarbeitet, wie unser Leben danach mittelfristig aussehen könnte. Die Szenarien des Instituts sollen helfen Entscheidungen zu treffen und den bestmöglichen Weg in unserem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Miteinander einzuschlagen.

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    Klassiker

    Als Bücherwurm stellt man sich oft die Frage, welches Buch als Nächstes gelesen werden sollte. Für alle Buchliebhaber, die hin und wieder eine Inspiration brauchen, werde ich in meiner „Klassiker-Reihe“ einige Romane vorstellen, die man vielleicht schon immer lesen wollte, lesen sollte, die eventuell Generationen geprägt haben und möglicherweise auch einen wichtigen Bezug zur Gegenwart haben. Beginnen möchte ich mit dem Roman Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Solschenizyn, der im Jahr 1962 in der Moskauer Zeitschrift Nowy Mir als das Erstlingswerk des Autors erschienen ist und dessen Veröffentlichung zu einem Symbol für Befreiung, Hoffnung, Reform und Aufbruch wurde – wenn auch nur kurz.

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    Perspektiven aufs Alleinsein

    “Zuhause bleiben!” heißt es nun seit fast zwei Monaten. Für viele von uns bedeutet das einen erheblichen Rückgang an sozialen Kontakten. Manch einer mag auf digitale Kommunikation zurückgreifen, anderen hingegen reicht der Kontakt zur Familie oder zu den Mitbewohnern. Fest steht: Wir alle verbringen momentan sehr viel mehr Zeit mit uns selbst, als wir es vermutlich sonst tun würden. Damit kommt aber nicht jeder gleich gut klar – während einige vielleicht sogar den Rückzug und die Ruhe genießen, entsteht bei anderen das Gefühl von Einsamkeit. So verschieden die Auswirkungen der aktuellen Situation sein mögen, so verschieden sind auch die Sichtweisen auf das Alleinsein und den Umgang mit selbigem.

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    Immanuel Kants “Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf.”

    Meldungen zur Corona-Krise überschlagen sich zur Zeit. Kommentatoren sprechen dabei von einer Rückkehr eines alten Konzepts, des des Nationalstaats. Es könnte angenommen werden, dass sich mit einer Rückbesinnung auf nationale Interessen auch die internationale Kooperation verändern könnte. Grundsätzlich ließe sich also die Frage stellen: Wie kann und soll eine internationale Staatengemeinschaft aussehen?

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    Schnelle Rezepte aus der Orientküche

    Dadurch, dass wir nun alle wegen der Kontakt- und Ausgangssperren wieder mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger auswärts essen, habe ich gemerkt, dass sich viele – auch um der Langeweile zu entkommen – wieder vermehrt dem Kochen widmen und alte und neue Rezepte herauskramen. Auch ich habe einige Familienrezepte an Freunde, die um Ideen und Inspirationen gebeten haben, weitergeleitet und möchte die Rezepte, die besonders gut ankamen, auch hier weitergeben. Die Rezepte eignen sich besonders für die Brunch-Tafel. Viel Spaß beim Ausprobieren.

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    7 Tipps für das Zuhause bleiben

    Das öffentliche Leben steht aktuell fast still und viele von uns verbringen gerade sehr viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Ungewohnt viel Freizeit kann schnell zu Langeweile und schlechter Laune führen. Wenn ihr gerade nicht zur Arbeit, Uni oder Schule gehen könnt, habe ich hier ein paar Ideen, was ihr mit eurer neu gewonnenen Freizeit anfangen könnt.

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    Wer war eigentlich …

    Epikur? Weiter geht es in meiner philosophischen Reihe mit dem antiken griechischen Denker Epikur (341-270 v. Chr.), dem Gründer des Epikureismus. Im Zentrum seiner Lehre steht zum einen die Frage nach der irdischen Glückseligkeit und zum anderen die Überwindung der Furcht bzw. die Angst vor dem Tod. Anders als zuvor Sokrates, der lehrt, dass das Streben nach Wissen und Wahrheit ein würdiges Leben ausmacht, versteht Epikur Seelenruhe und Gelassenheit als Ziel des Lebens.Weil Epikur als Grundlage der Glückseligkeit Lust ausmacht, eilt ihm der Ruf des Lüstlings, des Genussmenschen voraus. Der Epikureismus wird dadurch oft als das Streben nach sinnlicher Lust um ihrer selbst willen abgestempelt. Warum das aber nicht stimmt…

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    Sehnsucht – Substantiv, feminin

    Es gibt einige Wörter im deutschen Sprachgebrauch, die sich, wenn man sie mal auf ihre Morpheme, also die kleinste bedeutungstragende Spracheinheit, aufteilt, in ihrem Sinn verschieben können. In dieser neuen Reihe betrachte ich solche Wörter und versuche deren Herkunft, Entwicklung und Bedeutung darzustellen.