• Film,  Rezensionen

    Mexikanisches Drama im heimischen Wohnzimmer: “Wer hat Sara ermordet?”

    Ein warmer, sonniger Sommertag. 5 junge Freunde, darunter Alex, seine Schwester Sara und ihr Freund Rodolfo, genießen die Zeit am See. Sie trinken Bier, schwimmen und entscheiden sich schließlich mit dem Boot auf den See hinauszufahren und den neuen Fallschirm auszutesten. Sara ist mutig und lässt sich als Erste durch die Luft gleiten. Sie genießt, wie der Schirm sie hoch in die Luft trägt und das Boot über den See peitscht. Doch irgendetwas stimmt nicht. Das Boot fährt zu schnell, Sara schreit, ihr Gurt reißt und schließlich stürzt sie viele Meter in die Tiefe. Kurze Zeit später ist sie tot. Was wie ein Unfall aussah ist für ihren Bruder Alex…

  • Rezensionen,  Sprache

    „Hädded ihr ned awos in moi Mudderschproch?“

    30 Jahre Deutsche Einheit und noch immer tauchen verschollen geglaubte Kapitel der Wende-Geschichte auf. Eines davon handelt vom Deutschen Nationaltheater in Temirtau – Sie wissen schon, nördlich von Karaganda, in Kasachstan! Eleonora Hummels Roman „Die Wandelbaren“ (2019) erzählt die wahre Geschichte, wie eine Handvoll sowjetdeutscher Nachwuchsschauspieler ihre jahrzehntelang unterdrückte Muttersprache zurückerobern und sich an den Anfang eines nationalen Erwachens stellen. Ob sie den Ansprüchen der Kommunistischen Partei und des Publikums gerecht werden?

  • Literatur,  Philosophie,  Rezensionen

    „Von der Kürze des Lebens“

    “Alles eine Frage der Perspektive”, würde der Philosoph Seneca heute vermutlich sagen, wenn man sich beschwerte, dass das Leben zu kurz sei. Entgegen der Auffassung vieler, die sich darüber beklagen, wie schnell die Zeit doch vergehe, vertritt Seneca in seinem Werk “Von der Kürze des Lebens” eine andere Ansicht: nämlich die, dass es nicht zu wenig Zeit ist, die wir haben – sondern dass wir zu verschwenderisch damit umgehen. Das Leben sei lang genug, schreibt er, und reichlich bemessen auch für die allergrößten Unternehmungen – wenn es nur insgesamt gut angelegt werde. Auf knappen 60 Seiten geht es in diesem Werk um die Frage, aus welchem Blickwinkel man auf das…

  • Rezensionen,  Sprache

    Warum Politiker und Fußballprofis einiges gemeinsam haben. Eine Rezension über „Und täglich grüßt das Phrasenschwein. Warum Politiker keinen Klartext reden – und wieso das auch an uns liegt“

    Der politische Betrieb und das Fußballstadion haben auf den ersten Blick wohl wenig gemein. Auf den zweiten Blick fallen jedoch Begriffe, wie Wettbewerb, Konkurrenz und Kampf, ins Auge. Abseits dieser klaren Parallelen beider Professionen – der des Fußballprofis und der des Berufspolitikers – lassen sich weitere ziehen. Eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit und ein überdurchschnittlicher Verdienst ließen sich als weitere Gemeinsamkeiten ausmachen.

  • Allgemein,  Literatur,  Rezensionen

    Buchvorstellung: The Circle

    Heute mal was anderes: eine Empfehlung zum Lesen für alle, die gerne dystopische Literatur à la 1984 oder Schöne neue Welt lesen. Der Roman “The Circle” von Dave Eggers (2013) geht in eine ähnliche Richtung, aber auf eine doch andere Art und Weise. Es liegt schon einige Jahre zurück, dass ich das Buch gelesen habe, und es gehört für mich zu diesen wenigen Geschichten, die mich bis heute nicht so ganz loslassen. Wie in allen dystopischen Werken wird auch hier ein Zukunftsszenario entworfen, welches angesichts der aktuellen Entwicklung der Gesellschaft natürlich einen Extremfall darstellt, aber wenn man genauer hinschaut, doch gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.

  • Allgemein,  Literatur,  Rezensionen

    Liebe in all ihren Facetten

    Eine Buchvorstellung: Volkert Herzog – Feuervogel. Gedichte der Liebe Fast jedem von uns hat sie schon sowohl Herzschmerz als auch Glücksgefühle bereitet: die Liebe. Volkert Herzog widmet ihr ein ganzes Buch. Knapp 70 Seiten voller Liebesgedichte sind in seinem Lyrikband Feuervogel. Gedichte der Liebe zu finden, von denen jedes seine eigene Geschichte erzählt.

  • Allgemein,  Film,  Kultur,  Literatur,  Musik,  Rezensionen

    Lieblinge 2018

    Welcher Film hat 2018 begeistert? Welches Buch sollte unbedingt weiterempfohlen werden? Welche Serie war die spannendste und welches Musikalbum konnte rauf und runter gehört werden? Ich habe versucht eine Auswahl zu treffen und meine persönlichen Lieblinge zusammenzufassen. Ein kleiner Rückblick:

  • Allgemein,  Musik,  Rezensionen

    Reinhard Mey – Der Lieder-Macher

    Er wurde und wird mit Auszeichnungen überschüttet – ein Beweis für seine außerordentlich große Beliebtheit in allen Altersgruppen. Vor wenigen Jahren erhielt er den “Preis der Deutschen Schallplattenkritik”. Dass man ihm diesen Preis gerade in Berlin überreichte, ist nur konsequent. Denn hier wurde Reinhard Friederich Michael Mey 1942 geboren, besuchte das französische Gymnasium und begann seine musikalische Laufbahn. Nach ersten Erfahrungen in zwei Musikgruppen kam im Jahr 1964 sein erstes Lied “Ich wollte wie Orpheus singen” heraus. Schon 1967 erhielt Mey einen französischen Plattenvertrag und gewann kurze Zeit danach mit einigen herausragenden französischsprachigen Werken den “Prix International de l’Académie de la Chanson Francaise”, und zwar als erster ausländischer Sänger überhaupt.

  • Allgemein,  Kultur,  Musik,  Rezensionen

    Genie im Studio

    Musiktipp Was ist gute Musik? Keine einfache Frage. Natürlich ist das eine Ansichtssache und jeder hat seinen eigenen Musikgeschmack. Mir ist es z. B. wichtig, dass ich die von mir gern gehörte Musik, in jeder Lebenslage hören kann. Sei es beim Kochen, beim Lesen, beim Autofahren, beim Putzen, beim Schreiben bestimmter Texte, beim Essen oder beim Entspannen. Gute Musik muss für mich immer passen und viele verschiedene Stimmungen ansprechen, positive wie negative. Das macht gute Musik für mich aus. Wenn dann auch noch eine schöne, eindringliche Stimme hinzukommt und jeden Ton und Klang ausfüllt, hat der Künstler für mich alles richtig gemacht. Dieses Gefühl hatte ich in der vergangenen Woche,…

  • Allgemein,  Film,  Kultur,  Rezensionen,  Spaß

    Broadchurch

    Serientipp Was passiert mit den Angehörigen und Freunden eines Mordopfers? Welche Konsequenzen hat dieser unsägliche Verlust für die Hinterbliebenen? Hat man die Kraft, trotz einer solchen Tragödie sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen? Diesen Fragen widmet sich die britische Fernsehserie „Broadchurch“ in einer ruhigen, bestechend feinfühligen und unheimlich fesselnden Art und Weise.