• Allgemein

    In der Vergangenheit wühlen

    Wer kennt es nicht? Man hört ein Musikstück und fühlt sich plötzlich an eine Zeit oder an einen Moment zurückerinnert. Lieder können mit bestimmten Lebensphasen verknüpft sein, oder mit Erinnerungen an vergangene Erlebnisse. Oft ist das der Fall, wenn man die entsprechende Musik über einen längeren Zeitraum sehr regelmäßig gehört hat. Aber auch das Gegenteil kann vorkommen: Wenn ein Lied einen besonders außergewöhnlichen Moment begleitet, kann sich die Verknüpfung von Musik und Erlebtem so einprägen, dass wir gar nicht anders können als beim Hören des Liedes an den Moment zurückzudenken. Dafür müssen wir das Lied nicht einmal vorher gekannt haben.

  • Allgemein,  Kultur

    Kreativität – Mündigkeit – Originalität

    In Zeiten der Postmoderne mit ihrer Gleichzeitig- und Gleichwertigkeit von Denkkonzepten, stellt sich die Frage nach Originalität und Kreativität eigentlich gar nicht. Jeder hat alles schon einmal gesagt, geschrieben oder gehört. Zumindest in den Geisteswissenschaften scheint dies eine weit verbreitete Haltung – gar ein Bonmot – zu sein, wenngleich in den Naturwissenschaften ein anderes Selbstverständnis vorherrscht.

  • Allgemein

    Der Corona-Effekt – Vier Szenarien des Zukunftsinstituts

    Dass unser Leben „nach“ der Corona-Pandemie nicht mehr so sein wird wie zuvor, sollte mittlerweile allen klar sein. Allein unsere Wirtschaft wird vermutlich Jahre brauchen, um sich von dem Einbruch der letzten Monate zu erholen. Das soziale Leben steht Kopf, vieles wird noch eine Weile dauern, bis es wieder normal wird. Wie genau unsere Zukunft aussehen kann, wissen wir nicht. Aber es gibt einige, die sich genau damit befassen: Zukunftsforscher. Das Zukunftsinstitut hat vier Szenarien erarbeitet, wie unser Leben danach mittelfristig aussehen könnte. Die Szenarien des Instituts sollen helfen Entscheidungen zu treffen und den bestmöglichen Weg in unserem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Miteinander einzuschlagen.

  • Literatur,  Sprache

    Briefe sind Orte der Ehrlichkeit

    Die hallische Autorin Juliane Uhl (*1980) ist thematisch vielfältig unterwegs: Sie schreibt Gedichte aus der Pandemie-Krise, ist Chefredakteurin des Magazins DRUNTER&DRÜBER und hat 2015 das Buch Drei Liter Tod – Mein Leben im Krematorium veröffentlicht. Sie versteht was davon, weil sie in einem Krematorium arbeitet. Kürzlich hat sie auch noch die Gesellschaft zum Erhalt der Handschrift gegründet. Darüber wollten wir mehr erfahren und Juliane Uhl hat sich zwischendurch auch noch Zeit für die Antworten genommen. Mehr dazu gibt es hier: www.julianeuhl.de und hier: www.gesellschaft-handschrift.de 

  • Allgemein

    Klassiker

    Als Bücherwurm stellt man sich oft die Frage, welches Buch als Nächstes gelesen werden sollte. Für alle Buchliebhaber, die hin und wieder eine Inspiration brauchen, werde ich in meiner „Klassiker-Reihe“ einige Romane vorstellen, die man vielleicht schon immer lesen wollte, lesen sollte, die eventuell Generationen geprägt haben und möglicherweise auch einen wichtigen Bezug zur Gegenwart haben. Beginnen möchte ich mit dem Roman Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Solschenizyn, der im Jahr 1962 in der Moskauer Zeitschrift Nowy Mir als das Erstlingswerk des Autors erschienen ist und dessen Veröffentlichung zu einem Symbol für Befreiung, Hoffnung, Reform und Aufbruch wurde – wenn auch nur kurz.

  • Allgemein,  Kultur,  Literatur

    Perspektiven aufs Alleinsein

    “Zuhause bleiben!” heißt es nun seit fast zwei Monaten. Für viele von uns bedeutet das einen erheblichen Rückgang an sozialen Kontakten. Manch einer mag auf digitale Kommunikation zurückgreifen, anderen hingegen reicht der Kontakt zur Familie oder zu den Mitbewohnern. Fest steht: Wir alle verbringen momentan sehr viel mehr Zeit mit uns selbst, als wir es vermutlich sonst tun würden. Damit kommt aber nicht jeder gleich gut klar – während einige vielleicht sogar den Rückzug und die Ruhe genießen, entsteht bei anderen das Gefühl von Einsamkeit. So verschieden die Auswirkungen der aktuellen Situation sein mögen, so verschieden sind auch die Sichtweisen auf das Alleinsein und den Umgang mit selbigem.

  • Allgemein

    Immanuel Kants “Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf.”

    Meldungen zur Corona-Krise überschlagen sich zur Zeit. Kommentatoren sprechen dabei von einer Rückkehr eines alten Konzepts, des des Nationalstaats. Es könnte angenommen werden, dass sich mit einer Rückbesinnung auf nationale Interessen auch die internationale Kooperation verändern könnte. Grundsätzlich ließe sich also die Frage stellen: Wie kann und soll eine internationale Staatengemeinschaft aussehen?

  • Allgemein

    Schnelle Rezepte aus der Orientküche

    Dadurch, dass wir nun alle wegen der Kontakt- und Ausgangssperren wieder mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger auswärts essen, habe ich gemerkt, dass sich viele – auch um der Langeweile zu entkommen – wieder vermehrt dem Kochen widmen und alte und neue Rezepte herauskramen. Auch ich habe einige Familienrezepte an Freunde, die um Ideen und Inspirationen gebeten haben, weitergeleitet und möchte die Rezepte, die besonders gut ankamen, auch hier weitergeben. Die Rezepte eignen sich besonders für die Brunch-Tafel. Viel Spaß beim Ausprobieren.

  • Allgemein

    7 Tipps für das Zuhause bleiben

    Das öffentliche Leben steht aktuell fast still und viele von uns verbringen gerade sehr viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Ungewohnt viel Freizeit kann schnell zu Langeweile und schlechter Laune führen. Wenn ihr gerade nicht zur Arbeit, Uni oder Schule gehen könnt, habe ich hier ein paar Ideen, was ihr mit eurer neu gewonnenen Freizeit anfangen könnt.

  • Kultur

    Von der Kunst, Vielfalt und Widersprüche auszuhalten

    “Heutzutage hat man ja so viele Möglichkeiten”, heißt es oft. Vielfalt wartet überall auf uns und erschwert uns die Entscheidungen, die wir treffen müssen: Welche Serie schaue ich? Wo kaufe ich meine Kleidung? Welchen Studiengang wähle ich? Oder doch lieber eine Ausbildung? Welche Partei wähle ich? In welchem Supermarkt kaufe ich ein? Schwieriger noch: Für welches Produkt entscheide ich mich? Alles gibt es doppelt und dreifach – der Inhalt ist meist identisch, bloß der Hersteller variiert. Egal wohin man schaut, Vielfalt scheint uns in allen Bereichen des Lebens zu begegnen. Verwunderlich ist das angesichts unserer kapitalistischen Konsumgesellschaft natürlich nicht. Ob die Vielfalt jedoch eine tatsächliche Vielfalt ist, oder ob es…