• Allgemein,  Kultur,  Literatur

    Perspektiven aufs Alleinsein

    “Zuhause bleiben!” heißt es nun seit fast zwei Monaten. Für viele von uns bedeutet das einen erheblichen Rückgang an sozialen Kontakten. Manch einer mag auf digitale Kommunikation zurückgreifen, anderen hingegen reicht der Kontakt zur Familie oder zu den Mitbewohnern. Fest steht: Wir alle verbringen momentan sehr viel mehr Zeit mit uns selbst, als wir es vermutlich sonst tun würden. Damit kommt aber nicht jeder gleich gut klar – während einige vielleicht sogar den Rückzug und die Ruhe genießen, entsteht bei anderen das Gefühl von Einsamkeit. So verschieden die Auswirkungen der aktuellen Situation sein mögen, so verschieden sind auch die Sichtweisen auf das Alleinsein und den Umgang mit selbigem.

  • Allgemein

    Immanuel Kants “Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf.”

    Meldungen zur Corona-Krise überschlagen sich zur Zeit. Kommentatoren sprechen dabei von einer Rückkehr eines alten Konzepts, des des Nationalstaats. Es könnte angenommen werden, dass sich mit einer Rückbesinnung auf nationale Interessen auch die internationale Kooperation verändern könnte. Grundsätzlich ließe sich also die Frage stellen: Wie kann und soll eine internationale Staatengemeinschaft aussehen?

  • Allgemein

    Schnelle Rezepte aus der Orientküche

    Dadurch, dass wir nun alle wegen der Kontakt- und Ausgangssperren wieder mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger auswärts essen, habe ich gemerkt, dass sich viele – auch um der Langeweile zu entkommen – wieder vermehrt dem Kochen widmen und alte und neue Rezepte herauskramen. Auch ich habe einige Familienrezepte an Freunde, die um Ideen und Inspirationen gebeten haben, weitergeleitet und möchte die Rezepte, die besonders gut ankamen, auch hier weitergeben. Die Rezepte eignen sich besonders für die Brunch-Tafel. Viel Spaß beim Ausprobieren.

  • Allgemein

    7 Tipps für das Zuhause bleiben

    Das öffentliche Leben steht aktuell fast still und viele von uns verbringen gerade sehr viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Ungewohnt viel Freizeit kann schnell zu Langeweile und schlechter Laune führen. Wenn ihr gerade nicht zur Arbeit, Uni oder Schule gehen könnt, habe ich hier ein paar Ideen, was ihr mit eurer neu gewonnenen Freizeit anfangen könnt.

  • Kultur

    Von der Kunst, Vielfalt und Widersprüche auszuhalten

    “Heutzutage hat man ja so viele Möglichkeiten”, heißt es oft. Vielfalt wartet überall auf uns und erschwert uns die Entscheidungen, die wir treffen müssen: Welche Serie schaue ich? Wo kaufe ich meine Kleidung? Welchen Studiengang wähle ich? Oder doch lieber eine Ausbildung? Welche Partei wähle ich? In welchem Supermarkt kaufe ich ein? Schwieriger noch: Für welches Produkt entscheide ich mich? Alles gibt es doppelt und dreifach – der Inhalt ist meist identisch, bloß der Hersteller variiert. Egal wohin man schaut, Vielfalt scheint uns in allen Bereichen des Lebens zu begegnen. Verwunderlich ist das angesichts unserer kapitalistischen Konsumgesellschaft natürlich nicht. Ob die Vielfalt jedoch eine tatsächliche Vielfalt ist, oder ob es…

  • Sprache

    Sag mir, wie kann ich heißen?

    Diese Frage stellen sich vor allem werdende Eltern, wenn auch in leicht abgewandelter Form: Wie soll unser Kind heißen? Eine Entscheidung fällt oftmals erst nach langwierigen Diskussionen. Und das wohl auch zurecht, denn schließlich ist der Name des Filius oder der Filiae später ein integraler Bestandteil der Identität des Kindes. Gleichwohl, der Natur der Sache nach, hat das Kind hier kein Mitspracherecht. So ließe sich namensexistenzialistisch – aus Sicht des Kindes – wohl fragen: Wer hat mich in diesen Namen hineingeworfen und warum wurde ich nicht befragt? Will niemand antworten?

  • Allgemein

    Wer war eigentlich …

    Epikur? Weiter geht es in meiner philosophischen Reihe mit dem antiken griechischen Denker Epikur (341-270 v. Chr.), dem Gründer des Epikureismus. Im Zentrum seiner Lehre steht zum einen die Frage nach der irdischen Glückseligkeit und zum anderen die Überwindung der Furcht bzw. die Angst vor dem Tod. Anders als zuvor Sokrates, der lehrt, dass das Streben nach Wissen und Wahrheit ein würdiges Leben ausmacht, versteht Epikur Seelenruhe und Gelassenheit als Ziel des Lebens.Weil Epikur als Grundlage der Glückseligkeit Lust ausmacht, eilt ihm der Ruf des Lüstlings, des Genussmenschen voraus. Der Epikureismus wird dadurch oft als das Streben nach sinnlicher Lust um ihrer selbst willen abgestempelt. Warum das aber nicht stimmt…

  • Allgemein,  Kultur,  Literatur

    Sehnsucht – Substantiv, feminin

    Es gibt einige Wörter im deutschen Sprachgebrauch, die sich, wenn man sie mal auf ihre Morpheme, also die kleinste bedeutungstragende Spracheinheit, aufteilt, in ihrem Sinn verschieben können. In dieser neuen Reihe betrachte ich solche Wörter und versuche deren Herkunft, Entwicklung und Bedeutung darzustellen.

  • Allgemein,  Literatur,  Rezensionen

    Buchvorstellung: The Circle

    Heute mal was anderes: eine Empfehlung zum Lesen für alle, die gerne dystopische Literatur à la 1984 oder Schöne neue Welt lesen. Der Roman “The Circle” von Dave Eggers (2013) geht in eine ähnliche Richtung, aber auf eine doch andere Art und Weise. Es liegt schon einige Jahre zurück, dass ich das Buch gelesen habe, und es gehört für mich zu diesen wenigen Geschichten, die mich bis heute nicht so ganz loslassen. Wie in allen dystopischen Werken wird auch hier ein Zukunftsszenario entworfen, welches angesichts der aktuellen Entwicklung der Gesellschaft natürlich einen Extremfall darstellt, aber wenn man genauer hinschaut, doch gar nicht so weit von der Realität entfernt ist.

  • Allgemein,  Sprache

    Wie Sprache Wirklichkeit schafft

    Können Bezeichnungen und Worte bereits durch ihren Gebrauch aufgeladen sein? Die Sprache des Nationalsozialismus, als empirisches Beispiel, lässt wohl nur eine affirmative Antwort zu. Man denke hierbei an sprachliche Konstruktionen wie Entjudung, Ausmerzung oder den Gebrauch des Adjektivs fanatisch während der NS-Diktatur. Abseits dieser klar umrissenen Thematik soll überlegt werden, wie gewisse sprachliche Verfasstheiten unseren Alltag verändern können. Wie der Philologe Victor Klemperer treffend und hellsichtig bemerkt: „Sprache dichtet und denkt nicht nur für mich, sie lenkt auch mein Gefühl, sie steuert mein ganzes seelisches Wesen, je selbstverständlicher, je unbewußter ich mich ihr überlasse (Klemperer 1975: 21).“ Man kann nun annehmen, dass wenn sich die Sprache ändert, sich auch das…